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Pforzheimer Zeitung, 10.01.2011: Glaubhaft zur Freude aufgerufenGeneralmusikdirektor Markus Huber dirigiert Beethovens Neunte PFORZHEIM. Sofortige Begeisterung hatte Beethoven offenbar ergriffen, als Schillers "Ode an die Freude" 1786 erschien. Denn er fasste bald den Plan einer Vertonung. Es wurde ein sein Komponistenleben umspannendes Projekt daraus. Denn nach einer frühen verschollenen Liedfassung reiften die Pläne über eine lange Zeit. Gar zwölf Jahre dauerte es noch nach Beethovens 8. Sinfonie, bis er die Neunte mit dem Schlusschor über die "Ode an die Freude" als Krönung seines Spätwerks vollendete. Diesem Zeit- und Menschheits-umspannenden Werk widmete sich am Sonntag die Badische Philharmonie Pforzheim unter Markus Huber zum Neujahrskonzert im Theater Pforzheim mit Hingabe.Äußerst zurückgenommen fielen die anfänglichen Quinten des Orchesters wie aus dem leeren Raum, um sodann nach der schwebenden Suche nach Tonalität mit kraftvoll in der Haupttonart geerdeten Strömen fortzureißen. Jähe ineinander stürzende Gegensätze vermochte Huber aus einem einzigen unaufhaltsamen Kraftstrom hervorgehen zu lassen. Seine innere Dynamik und sein Intensitäts-erfülltes Dirigieren vermag dieses bedeutende humanistische Werk in eine menschlich-umspannende Führung einzubinden, die den Bogen von Beginn an bis zum letzten Höhepunkt spannt.
Kraft und TemperamentSo erwuchs aus dem Spannungaufbauenden ersten Satz selbstverständlich das vitale Scherzo mit schon pure Freude erweckendem Temperament. Mitreißend war auch die organisch krafterfüllte Beschleunigung in dem nun dynamisch lichten Presto-Mittelteil. |
Demnächst:
Samstag, 14.07.2012 20:15 Uhr Internat. Domkonzerte St. Blasien
Freitag, 12.10.2012 19 Uhr Stunde der Kirchenmusik Stiftskirche Stuttgart
Sonntag, 25.11.2012 18 Uhr Christuskirche Eislingen |