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Der neue Merker (online-Ausgabe), 19.10.2009: Der schöne Götterfunken hat gezündet1. SINFONIEKONZERT - BEETHOVENS NEUNTE SINFONIE UND OUVERTÜRE ZU „EGMONT“ Der 18. Oktober 2009 gestaltete sich zu einem großen Tag für das Pforzheimer Orchester unter seinem GMD MARKUS HUBER. An diesem Tag wurde ihm vom Pforzheimer OB GERT HAGER die Bezeichnung BADISCHE PHILHARMONIE PFORZHEIM verliehen. Angesichts der hervorragenden Leistungen, die es in den letzten Jahren erbracht hat, erscheint dieser Schritt überfällig. Das Orchester hat sich unter Hubers Leitung zu einem überregional bedeutsamen Klangkörper entwickelt. Um dieses Ereignis würdig zu begehen, wurden im Rahmen des 1. Sinfoniekonzertes im Pforzheimer Kongresszentrum Beethovens neunte Sinfonie und seine „Egmont“-Ouvertüre aufgeführt. Dabei stellte das Orchester unter Leitung von Markus Huber sein hohes Niveau einmal mehr nachhaltig unter Beweis. Von diesem Konzert wird man in Pforzheim vermutlich noch lange reden. An diesem grandiosen Abend hat der schöne Götterfunken auf einmalige Art und Weise gezündet. Dirigent und Orchester versetzten das zahlreich erschienene Publikum in einen musikalischen Rausch, wie man ihn nicht alle Tage erlebt. Es ist erstaunlich, mit wie viel Virtuosität Huber zu Werke geht, wie er atemberaubende Spannung aufzubauen versteht und bei relativ zügigen Tempi gleichzeitig mit einem Höchstmaß an Präzision aufwartet. Wuchtig und markant erklangen unter seiner umsichtigen Leitung die dramatischen Ausbrüche, fein und diffizil die lyrischen Passagen. Dabei kam die Transparenz nicht zu kurz. Dirigent und Musiker waren von Anfang an voll präsent und warteten mit einem Höchstmaß an Konzentration und hoher Ausdruckskraft auf. Wunderbar muteten die groß angelegten, niemals abreißenden musikalischen Bögen und die subtile Linienführung an. Auch CHOR UND EXTRACHOR DES THEATERS PRORZHEIM sowie der PHILHARMONIA CHOR erbrachten eine Spitzenleistung. Von den Gesangssolisten beeindruckten vor allem KATJA BÖRDNER, MARIE- KRISTIN SCHÄFER und ALEKSEY IVANOV mit gut gestützten Stimmen. Dagegen fiel CHRISTIAN VOIGT mit maskigem Tenor etwas ab. Auch die Gefühlswelten der „Egmont“- Ouvertüre wurden von Huber einfühlsam und mit viel Intensität herausgearbeitet. Die Standing Ovations beim Schlussapplaus waren mehr als berechtigt. Diese Sternstunde des diesjährigen Pforzheimer Konzertspielplans wäre es würdig gewesen, auf CD festgehalten zu werden. Sie wird ganz sicher in die Annalen des Pforzheimer Musikleben eingehen.(LUDWIG STEINBACH) |
Demnächst:
Samstag, 14.07.2012 20:15 Uhr Internat. Domkonzerte St. Blasien
Freitag, 12.10.2012 19 Uhr Stunde der Kirchenmusik Stiftskirche Stuttgart
Sonntag, 25.11.2012 18 Uhr Christuskirche Eislingen |