Pressekommentar zum Konzert "Sing and Praise - Leonard Bernstein
zum 100. Geburtstag" am 28.7.18 in der Basilika Ulm-Wiblingen

aus der SWP vom 2.8.18:
HÖRGENUSS ERSTER GÜTE IN WIBLINGEN

Konzert - Der Philharmonia Chor Stuttgart singt eine eindrucksvolle und charmante Hommage an Leonard Bernstein.

 "Das Entdecken anderer Klangwelten sowie die Qualität des ausschließlich a cappella singenden Chors und der Solisten machten den Charme des Konzerts aus. Und den Abend zu einem Hörgenuss erster Güte. [...]

Beeindruckend auch die Präzision und der lupenreine Klang des 30-köpfigen Chores mit ausgeglichenen Männer- und Frauenstimmen. Diese Qualität setzte sich in den weiteren Werken, den aus drei Motetten für Doppelchor bestehenden Fest- und Gedenksprüchen von Johannes Brahms und den Prayers And Dances From Africa des südafrikanischen Komponisten Peter Klatzow, fort. [...]

Ein in jeglicher Hinsicht außergewöhnliches Konzert, das noch lange nachwirken wird."

von Petra Lehmann

 

 

 

 

 

 

Pressekommentar zum Konzert
Sing and praise!
Leonard Bernstein zum 100. Geburtstag

am 29.Juli 2018 in Murrhardt

 


Murrhardter Zeitung vom 31.7.2018

von Elisabeth Klaper

Engelsstimmen und Dschungellaute

Philharmonia-Chor Stuttgart präsentiert stil- und klangfacettenreiches Programm beim Abschlusskonzert des Musiksommers

Von Anfang an begeistert sie – die Klangvielfalt wunderschöner reiner und weittragender Stimmen des semiprofessionellen Philharmonia-Konzertchors Stuttgart, der schon mehrfach in der Walterichstadt auftrat. [...]

Das Ensemble aus (Gesangs-)Studenten der Musikhochschule Stuttgart und ambitionierten, stimmlich gebildeten Amateuren zeichnet sich durch souveräne, fein aufeinander abgestimmte Intonation und Artikulation aus. Die Sänger agieren voller Hingabe mit spürbar großer Freude am Singen, hoher Sensibilität und Empathie. Die weichen, filigranen Frauen- und die kraftvollen, sonoren Männerstimmen formen einen fein ausbalancierten homogenen Klangkörper. [...]

Die Chorsänger überzeugen mit vielfältigen dynamischen Abstufungen von flüsternd leise bis zu hoher Lautstärke. [...] Mit Verve stellen sie fein ausdifferenziert die verschiedenartigen Motive und Details dar. [...]

Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Chor schätzt das 19. Jahrhundert sehr

Von Armin Friedl, Stuttgarter Nachrichten, 11.1.2018

] Diese Mischung aus Vertrautem und weniger Bekanntem ist aber typisch
für den seit mehr als 30 Jahren bestehenden Chor: „Wir bringen Musik aus den
verschiedenen Epochen zusammen, zeigen so verschiedene Aspekte
eines bestimmten Themas“, so Ursula Hofmeister, Stellvertreterin des Vorsitzenden […].

Experimentierfreudig geht es weiter im Konzertkalender: Der jährlich feststehende
Auftrittstermin im Weißen Saal des Neuen Schlosses, jetzt am 24. Februar um 19 Uhr,
gehört dem Thema „Die Kunst des Küssens“ und verbindet Musik mit Literatur.
Dazu ist eine Uraufführung des Komponisten Jan Kopp vorgesehen.
„Kopp entwickelt das Stück mit uns zusammen, da er unsere Arbeit sehr spannend findet“,
so der Vorsitzende Albrecht Irion, „er weiß also, was er mit uns alles machen kann“. […]

Knecht schätzt die professionelle Haltung des Chores: „Es ist ein Chor für Leute
mit Ambitionen. Jeder kommt mit voller Kenntnis seiner Noten in die Proben.
Dort können wir mit wenigen Terminen viel erreichen, indem wir uns auf die Feinarbeit
konzentrieren.“ Zugleich schätzt er die Leidenschaft der Chormitglieder: „Das Publikum
spürt die Freude am gemeinsamen Erleben einer Aufführung. Das ist authentisch. […]“

Hier können Sie den gesamten Beitrag lesen.

Pressekommentare zur Idomeneo-Inszenierung beim Luzern-Festival

 

Eva Matthes (hpd, 30.8.17) schreibt in ihrer Besprechung:

 

"Der Philharmonia Chor Stuttgart
(Einstudierung Christoph Heil und Johannes Knecht)
gestaltet
seinen Part geradezu phänomenal!
Mit großem Engagement und starkem Ausdruck
übernimmt der
Chor ganz im Sinne der griechischen Tragödie
eine Kommentatoren-Funktion."

Den vollständigen Text und weitere Pressestimmen finden Sie hier

 

 

 

Die Badische Zeitung schreibt:


 

 

Interview mit Johannes Knecht in den Stuttgarter Nachrichten (StN.de), Donnerstag, dem 23. Februar 2017

Herausforderung und Freude

Johannes Knecht, der Dirigent, lädt mit dem Philharmonia Chor Stuttgart
am Samstag zu dem Abend "Das Meer". Von Markus Dippold


Nachgefragt

Herr Knecht, wie sind Sie auf die Idee gekommen, das nächste Konzert des Philharmonia Chors "Das Meer" zu nennen?
 Den Ausgangspunkt dieses literarisch-musikalischen Formats bilden immer einzelne Kompositionen wie jetzt das Opus 1 von Heinrich Schütz.  Dann sucht man thematisch Passendes, auch assoziativ bei Texten und Instrumentalmusik. Natürlich sollen die einzelnen Werke nicht beziehungslos nebeneinander stehen, sondern ein dramaturgisch durchdachtes Gesamtkonzept ergeben.
Was erwartet den Hörer konkret?
  Wir versuchen immer, ein breites Spektrum durch alle Jahrhunderte der Musikgeschichte zu zeigen, deshalb tasten wir uns von einem Schütz-Madrigal über romantische Stücke von Rheinberger, Herzogenberg, Puccini und Brahms bis zum Impressionismus und der Moderne vor.
Warum ergänzen Sie die Musik um literarische Texte?
 
Unser Kerngedanke ist, ein neues Konzertformat zu finden, bei dem viele Künste zu einem Thema zu Wort kommen, anstatt sich auf eine Darbietungsform zu konzentrieren. Nicht zuletzt ist das auch eine schöne Abwechslung fürs Publikum. Das Programm dieses Konzerts vereinigt sehr unterschiedliche Stile und Epochen.
Was bedeutet das für Ihre Arbeit?
 
Das ist Herausforderung und Freude zugleich, denn eine Renaissance-Motette fordert eine ganz andere Art des Singens als ein romantisches Stück. Reaktionsschnelle, unterschiedliche Klangästhetik und Bewusstsein für den individuellen Stil müssen wir in den Proben erarbeiten.

Besprechung von Ulrich Gerlinger

Ganz auf die Farbe Grün getrimmt war der kleine Chor des Philharmonia Chors bei seinem Recital im Weißen Saal. Grüne Tops, grüne Fliegen, man hätte meinen können, eine staatstragende Partei hätte hier ein kulturpolitisches Rendezvous abgehalten. Aber nein, die Farbe Grün war dem Motto „Die Wellen grün und weiß der Schaum“ geschuldet. „Das Meer – Texte und Musik“ war die Klammer für die Chorsätze und freien Texte, eine sehr sinnvolle und innovative Aufbereitung sonst eher disparater Musikstücke. Seit 8 Jahren pflegt der Philharmonia-Chor dieses neue Spektrum seiner breitgefächerten chormusikalischen Palette. Große chorsinfonische Werke im Wechsel mit kammermusikalisch Aufgearbeitetem, ein Angebot, das viele Chormusikfreunde in den Weißen Saal lockte. Man sollte meinen, textgebundene Musik brauche keine weiteren Erläuterungen!? Doch! Von einer anderen Warte beleuchtet, erhalten die Stücke plötzlich einen ganz neuen Darstellungsgehalt. Chorleiter Johannes Knecht hatte neben seinem relativ stark besetzten Kleinen Chor (Männer und Frauen gleichbesetzt) auch gleich 2 Pianisten eingesetzt. Eberhard Leuser war für die „normalen Begleitaufgaben“ eingesetzt, die er mit Souveränität und hoher Einfühlungsgabe absolvierte, Ralph Bergmann mehr für die solistischen Komponenten; man denke etwa an das Ravel’sche „Barque sur l’ocean“, das er mit Furioso impetuoso vortrug. Bei den beiden Sopranistinnen Anna Avdalyan und Anna Stephany bleibt erstere Erinnerung, die aus dem Chor heraustretend, mit Puccinis „Terra e mare“ die imaginäre Opernbühne betrat. Will man Texte vortragen, braucht man einen guten Rezitator. Hans-Peter Bögel, selbst von der Waterkant stammend, war mit Sicherheit der geeignete Deklamator, um dem Element Wasser in seiner sanften und wilden Ausprägung Gestalt zu verleihen. Noch in Erinnerung die Ballade „Nis Randers“ von Otto Ernst, Erinnerungen an spannende Deutschstunden mit Balladen der Weimarer Klassiker. Übrigens, die Auswahl hatte man einem Gremium übertragen, das im Absprache mit Hans-Peter Bögel die Auswahl traf. Wenn man meint, das Thema „Meer“ gäbe musikalisch wenig her, der hat sich getäuscht. Über Josef Gabriel Rheinberger, gleich zweimal vertreten, über unseren Landsmann Friedrich Silcher, dessen Chorhit „Schifferlied“ durchaus in die engere Wahl kommen musste bis zum zeitgenössischen Wolfram Wagner, ganz auf Klang und Rhythmus ausgerichtet. Heinrich Schütz und italienische Madrigale? Das doppelchörige „Vasto mar“, war eine Reminiszenz an seine mehrjährige Studienzeit bei dem Venezianer Giovanni Gabrieli. Harmonia pur dann bei dem Duett „Die Meere“ von Johannes Brahms, ein Ohrenschmaus der allerersten Güte. Und W. A. Mozarts „Placido è il mar“ wies darauf hin, dass der Chor seine Choroper „Idomeneo“ letztes Jahr bei den Europäischen Kulturtagen in Bad Homburg zum Besten gegeben hatte.

von Ulrich Gerlinger (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Besprechung im Schwäbischen Tagblatt am 28.01.2017